Ahrweiler  `97


Exkursion nach Ahrweiler 

Mit 60 Teilnehmern starteten wir am Morgen des 27.09.1997 von Aachen nach Ahrweiler. Nach einem kurzen Gang durch das schöne Städtchen besichtigten wir die Pfarrkirche St. Laurentius, die 1269 als erste Hallenkirche des Rheinlandes erbaut worden ist. Danach steuerten wird das eigentliche Ziel unserer Exkursion an:

Im März 1980 waren Bauarbeiter beim Ausbau der B 267 am Fuße des Silberbergs auf die „Römervilla“ gestoßen, die in mehreren Grabungen bis 1990 freigelegt werden konnte. Es handelt sich um das Herrenhaus eines römischen Landsitzes (ca 73 x 25 m). Als Zeichen der gehobenen Wohnkultur ist von besonderem Interesse, daß fast alle Räume mit einer Hypokaustenanlage beheizt werden konnten und die Anlage über einen Badetrakt verfügte. Heute wird das Grabungsgelände von einer ansprechenden, geschlossenen Konstruktion „überdacht“.
In der Römervilla
Die fachkundige Führung durch die Römervilla verdeutlichte eindrucksvoll die römische Lebensweise und Wohnkultur des ersten und zweiten christlichen Jahrhunderts. Die Anlage wurde in Zusammenhang mit den Germaneneinfällen im Jahre 260 aufgegeben und Anfang des 4. Jahrhunderts in Teilen nochmals genutzt, bevor das Erdreich des Silberberges die Anlage überdeckte. Eine der Führerinnen, Frau Mechthild Stolpmann-Blum, erntete einen unerwarteten und ihr zunächst völlig unverständlichen Lacherfolg, als sie die Anordnung der in der Landschaft aufgefundenen Steintreppenstufen mit einem „Ikebana-Gesteck“ verglich. Ein ehrenvoller historischer Vergleich mit besonderem Bezug zur anwesenden Ikebanameisterin Frau Renate Kronauer.

Im Rahmen des anschließenden sehr guten Mittagessen im Weingut Silberberg, einer hervorragenden Straußwirtschaft, konnten wir das Geburtstagskind des Tages -Rebecca Schmitz aus der Klasse 6d des Pius-Gymnasiums- feiern. Unmittelbar hinter dem Weingut Silberberg befindet sich ein Anschluß zum
auf dem Rotweinwanderweg
Rotweinwanderweg von Ahrweiler nach Rech. Das herrliche Herbstwetter auf dem der Sonneneinstrahlung sehr ausgesetzten Rotweinwanderweg machte uns nach einigen Kilometern bewußt, wie wichtig der Hinweis der letzten Mitteilung des Vorstandes an alle Teilnehmer vor Antritt der Fahrt war.
„Frau Kronauer macht darauf aufmerksam, daß die Mitnahme eines Getränkes sehr empfehlenswert sei, da der Rotweinwanderweg bei gutem Wetter einer intensiven Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein kann.“

Sehr schnell gingen die mitgebrachten Getränkevorräte einiger Wanderer zur Neige. Hier erwies sich die kluge Voraussicht der Familie Dejosez segensreich, auf deren“ Bollerwagen“ ein vom Vorstand vorsorglich bereitgestellter Getränkevorrat mitgezogen werden konnte.

An dieser Stelle sei nochmals den Schülern gedankt, die durch das unermüdliche Ziehen des „Bollerwagens“ mit großer Tatkraft unter Beweis stellten , wie wichtig die Proviantvorsorge für das Gelingen eines Unternehmens ist.
 

Auf der halben Strecke wurden die ersten Mineralwasserflaschen geopfert. Oberhalb von Dernau legten wir eine Rast ein, in der nach der Erkenntnis“suum cuique tribuere“ jedem das Seine aus den mitgebrachten Getränke-, Brot- und Käsevorräten zugeteilt werden konnte. Dankbar stellten wir fest, daß die Anpflanzung der Weinreben an Rhein, Mosel und Ahr als eine der kulturellen Großtaten der Römer anzusehen ist. In Dernau erlebten wir das Weinfest und erreichten auf einem herrlichen Weg der Ahr entlang Rech. Dort erwartete uns der Bus und brachte uns nach Aachen zurück. Ein nach dem Urteil der Teilnehmer rundum gelungener Tag, der seine besondere Prägung durch das Zusammenwirken aller Altersgruppen und die gelungene Mischung verschiedener Schwerpunkte in der Gestaltung des Tages erhielt.
 


Seitenbeginn